Zwischen richtig und falsch nur ein Flügelschlag

Übersetzungen sind immer öfter „mission critical“
Was haben beleidigende Strategien, Führungskanten oder ein Bauer-Wartungsland gemeinsam? „Wenn sie das Ergebnis dilettantischer Übersetzungen sind,“ so Christine Holtz-Stosch, Geschäftsführende Gesellschafterin der gleichnamigen Sprachendienste, „schaden sie dem Markenimage der betroffenen Unternehmen und sind manchmal sogar haftungsrelevant.“ Das Thema Übersetzungen, so die Überzeugung der Expertin, sei sehr viel komplexer, als Unternehmen oft annehmen. Und sehr viel kritischer.Die vereidigte Übersetzerin weiß, wovon sie spricht. Nach Anglistik- und Romanistikstudium war Christine Holtz-Stosch zwei Jahre in Paris und London tätig, arbeitete danach als Niederlassungsleiterin eines internationalen Übersetzungsbüros und machte sich 1988 selbständig. Seit 1996 führt sie zusammen mit ihrem Mann Klaus Stosch die Sprachendienste Holtz-Stosch GmbH. Spezialisiert hat sich die Übersetzungsagentur auf die Themen Wirtschaft, Recht und Technik und obwohl Schorndorf sicher nicht der Nabel der Welt ist, liest sich die Referenzliste des Unternehmens wie ein Who is Who der Wirtschaftsavantgarde.
Von der Qualität der Übersetzungen hängt oft viel ab
Ob Alcatel, PricewaterhouseCoopers oder Behörden – die namhaftesten Kunden setzen auf Qualität, Loyalität und Diskretion der Agentur. Laut Christine Holtz-Stosch wächst vor allem die Bedeutung von Diskretion in der Übersetzungsbranche. „Weder staatliche Ermittlungen noch die Ergebnisse internationaler Wirtschaftsprüfungsgesellschaften,“ so die Geschäftsführerin, „gehören an die Öffentlichkeit. Schon gar nicht als Folge von Datenlecks oder Unprofessionalität.“Für die Datensicherheit hat bei der Holtz-Stosch GmbH deshalb gleich eines der weltweit führenden Beratungsunternehmen Hand angelegt. „Einer unserer Kunden hat uns die Plattform Lotus Notes empfohlen,“ erklärt Christine Holtz-Stosch. Doch trotz großer Namen im Portfolio schlägt das Herz der geschäftsführenden Gesellschafterin für den Mittelstand: „Auf internationalem Parkett hängt besonders für den Mittelständler oft sehr viel von der Qualität der Übersetzungen ab.“
Virtuelles Unternehmen mit 200 Mitarbeitern
Gesichert wird diese Qualität von der Geschäftsführerin persönlich. Bei rund 200 Mitarbeitern weltweit kein leichter Job. „Als virtuelles Unternehmen auf der grünen Wiese im Stuttgarter Speckgürtel,“ so die scherzhafte Selbstbeschreibung der Unternehmerin, „bekommen wir Bewerbungen aus der ganzen Welt. Die Kunst liegt darin, die guten von den schlechten zu unterscheiden und dann die besten herauszufiltern.“Neben dem Gesamtbild der Bewerbung sei vor allem der Lebenslauf entscheidend - bei Holtz-Stosch übersetzen nur Studierte und Muttersprachler. Was indes einem Laien bereits imponieren würde, kann für die erfahrene Übersetzerin das Aus für eine Bewerbung sein. „Ein deutscher Bewerber, der 30 Jahre in New York gejobbt hat,“ so ihr Urteil, „kommt für uns nicht in Frage. Denn der beherrscht weder Englisch perfekt, noch ist er in seiner Muttersprache auf der Höhe der Zeit.“Auf der Höhe der Zeit seien Übersetzer dann, wenn sie – ganz nebenbei - eine „Scheißmaschine“ als „Schweißmaschine“ identifizieren und den Fehler beheben, die “offensive Strategie“ eben nicht wortwörtlich übersetzen oder das „Bauer-Wartungsland“ als „Bau-Erwartungsland“ richtig deuten. Unternehmen, die den Wert exzellenter Übersetzungen zu schätzen wissen, sind bei den Sprachendiensten Holtz-Stosch genau an der richtigen Adresse.

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