Für Nicht-Schwaben und Schwaben gibt es montags eine neue Schwäbisch-Serie. Hier können Sie schmunzeln oder kräftig lachen. Sie werden überrascht sein, wie treffend wir unsere Ethnie, wie das auf Neuhochdeutsch heißt, durch den Kakao ziehen.
Wer mit Schwaben Geschäfte machen will oder muss, steht manchmal vor größeren kulturellen und sprachlichen Hürden. Dass auch „Reigschmeckte“1 und „Zugreiste“2 mit uns „gschirren“3 können, soll die neue Schwäbisch-Serie beweisen. Auch Übersetzer, die mit schwäbischen Kunden zu tun haben, dürften auf ihre Kosten kommen.
Hier eine erste Kostprobe, was Sie erwartet:
In den 1950-er Jahren soll es in Schduagart4 zu folgender Begegnung gekommen sein:Ein Hamburger sitzt in einer Straßenbahn. Da er sich in der Schwabenmetropole nicht auskennt, hat er direkt hinter dem Fahrer Platz genommen. Dann hastet a alds Miaderle5 in Richtung Stroasabo 6. Da es dem schwäbischen Fahrer nicht schnell genug geht, sagte er: „Alte Sau“ – so zumindest hat es das Nordlicht verstanden. Zu Recht war der Mann über dieses grobe Lästermaul hell empört. Aber der Schwabe verstand die Welt nicht mehr, hatte er doch nur gesagt: „Alte, sau“. „Sauen“ kommt nämlich von „sausen“.
Für den Hamburger heißt das eben „Mutter, tu mal’n Schlag dabei“.
Hier die Übersetzung:
1 Bewohner des Schwabenlands, die aus anderen Regionen Deutschlands stammen
2 Besucher aus anderen Regionen Deutschlands (hat aber nichts mit „Zug“ zu tun
)
3 zurechtkommen
4 Stuttgart
5 eine alte Frau
6 Straßenbahn