Archiv für November 2007

The Real You im Zeitraffer

In USA ist The Oprah Winfrey Show so bekannt wie hierzulande die TV-Produktionen eines Harald Schmidt. In dieser Show tritt regelmäßig der Verhaltensexperte Dr. Phil als Life Strategist auf. Er hat einen Persönlichkeitstest entwickelt, der in nur 2 Minuten The Real You offenlegen soll. Nun, ein Versuch ist es allemal wert.

Fordern Sie bei uns die deutsche Version an, wenn Sie den Test nicht auf Englisch machen wollen.

Slogometer

Heutzutage wird ja alles analysiert und gemessen, bis hin zu unserer politischen Korrektheit. Die diversen Ometer haben also Hochkonjunktur. Da darf die Werbesprache natürlich nicht fehlen. Das Slogometer, eine Datenbank der 100 populärsten Begriffe in Werbeslogans, soll müde Markenmacher munter machen. Erstaunlicherweise stehen nur deutsche Begriffe auf den vorderen Plätzen. Ob sich die deutsche Sprache also selbst rettet?

Und für “Die besten Slogans aller Zeiten von A bis Z” gibt es gleich eine extra Site. Aber Vorsicht vor Plagiaten. ;-)

Steuern in Europa

Die EU-Kommission hat das Portal “Taxation and Customs Union” in englischer Sprache eingerichtet. Dort werden u.a. täglich News zum Thema eingestellt. Unter Online Databases gibt es verschiedene Datenbanken zu den unterschiedlichsten Bereichen. Wenn der Steuerberater passen muss, mag man dort den Stein der Weisen finden.

Posthume Blogger

Seltsam, welche Blüten das Internet wachsen lässt. Die Bloggerei ist nicht nur lebenden Zeitgenossen vorbehalten. Literaten und Philosophen vergangener Zeiten feiern im Netz fröhliche Urstände. So lässt uns der vor 145 Jahren gestorbene amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau täglich an seinem Eremitendasein in Massachusetts teilhaben. Digital auferstanden ist auch Annette von Droste-Hülshoff, die nach 100 Jahren gelesen werden will und den Grimme Online Award 2007 gewann. Da bleibt nur zu hoffen, dass uns der revitalisierte Adolf Hitler angesichts der aktuellen Diskussion erspart bleibt.

Bild: mit Falschübersetzung auf Leserfang

Je falscher die Übersetzung, desto schriller die Headline - so jedenfalls bei Bild.de. Einen Eintrag im Tagebuch des Rockers Pete Doherty hat das Blatt völlig falsch verstanden. Im englischen Original ist zu lesen “If I don’t pack in drugs, particularly crack and heroin, I am likely to either die, go bankrupt or go mad”. Flugs titelte Bild “Ohne Drogen würde ich sterben, pleite oder verrückt sein”. Der Musikstar meinte jedoch genau das Gegenteil: er muss die Drogen sein lassen und davon wegkommen, wenn er nicht vor die Hunde gehen will. Das unscheinbare Verb “to pack in” hat es also ganz schön in sich. Und die erstbeste Bedeutung im Wörterbuch ist nicht immer die Richtige.

Positiv: Bild hat nachgebessert und die Schlagzeile geändert.

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