PowerPoint: schuld am Kulturuntergang?

PowerPoint als das ultimative Folien- und Präsentationsprogramm ist aus dem globalen „Business- und Marketingsprech“ nicht mehr wegzudenken. Eigentlich ist das Programm recht sinnvoll: die Schrift muss groß sein, pro slide hat es Platz für 6-8 Zeilen und die bullet points erlauben nur prägnante statements. Gut so, denkt sich der Anwender. Da muss sich der Autor kurz fassen und kann nicht drauflosschwafeln. „Tut er aber nicht, sondern produziert generische Sätze, die zu allem passen und nichts sagen“, wie Josef Joffe in DIE ZEIT KULTUR meint. Anhand der PowerPoint-Übersetzung einer berühmten Perikles-Rede versucht er nachzuweisen, dass der Untergang des Abendlandes vorprogrammiert ist. Habe das Produkt doch die Verengung des Geistes und der Sprache, also einen generellen Kulturimperialismus, zu verantworten.

Und was macht der Anwender, der sein Geld nicht mit schönen Gedanken, sondern mit diesem Programm verdienen muss? Sich schnell die neuesten Tipps reinziehen. Die findet er auf Deutsch unter PowerPoint Tipps oder Englisch unter PowerPoint Tipps englisch.

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