Die New Yorker zeichnen sich mal wieder durch eine skurrile Idee aus. In den noblen Stadtvierteln sind nachts immer wieder Gruppen von Menschen zu beobachten, die zum Dumpster-Diving ansetzen. Bei diesen konspirativ anmutenden Streifzügen fischen die Teilnehmer vor Feinkostläden und Restaurants die Delikatessen des Tages aus den Müllbergen. Wer denkt, dass es sich um Obdachlose und Gestrandete handelt, wird in dem ZEIT-Artikel “Leben aus der Mülltonne” eines Besseren belehrt: die Müll-Angler sind hauptsächlich Studenten, die sich als Freeganer bezeichnen und etwas gegen Ressourcenverschwendung haben. Wenn man sich die Beute ansieht, ist das unappetitliche Müll-Tauchen gar nicht so weit weg vom Lobster Diving - nur mit dem Unterschied, dass man dort nach lebenden Hummern fischt.
Und was können die Deutschen lernen? Was in USA gestattet ist, geht hier noch lange nicht durch: nach der Rechtsprechung hat selbst der deutsche Abfall einen Besitzer. Daher ist Müll-Klau verboten.

